Seit Peter Drucker im Jahr 1954 erstmals das Konzept der “Wissensarbeit” formulierte, ist der enorme Wandel in der Organisation der heutigen Arbeitswelt verglichen mit früheren Jahrzehnten immer deutlicher spürbar. Der Wissensarbeiter steht als Symbol für besser als je zuvor ausgebildete Arbeitskräfte. Aber der entsprechende autonome Arbeitsstil und die vorgebliche Produktivitätssteigerung befinden sich noch in weiter Ferne. Die Ursache dafür liegt sowohl in mangelndem Verständnis der Art der Arbeit, dem mangelnden Kontrollverzicht auf allen Management-Ebenen und einer Technolgie, die nicht imstande ist, Wissensarbeit adäquat zu unterstützen.
Vor dem Hintergrund anhaltender “Diskontinuität”‘ (ein anderer von Peter Drucker geprägter Begriff) ist die gegenwärtige Situation von Enterprise-IT geprägt von diversen Problemen, von denen jedes erheblich zu einer Situation beiträgt, die weder für den laufenden Geschäftsbetrieb und die Unternehmensstrategie noch für die Fachanwender und Kunden erfreulich sind. Die Hoffnungen auf eine Kontrolle von Daten und Prozessen, die als wichtigste Güter angesehen wurden, mittels Fragmentierung der Enterprise-IT in Siloanwendungen für Cutomer Relationship Management (CRM), Enterprise Content Management (ECM), Supply Chain Management (SCM) und zahllose andere, haben sich zerschlagen. Diese Anwendungen sind vom Konzept zu begrenzt für die Konsolidierung von Daten und Prozessen in einem zentralen System und können die erwünschten effizienten End-to-End-Prozesse nicht gewährleisten. Darüber hinaus benötigen diese Anwendungen erhebliche Anpassungen, um für eine Organisation nur annähernd brauchbar zu sein, mit dem Resultat, dass diese hart-codierten Änderungen zusätzlichen Wartungsbedarf erfordern und eine Organisation auf Jahre hinaus mit rigiden Workflows fesseln, ohne die Chance auf Adaptierung unter geänderten Rahmenbedingungen. Kommt dann noch eine Business Intelligence-Lösung hinzu, die das letzte Quentchen von Intuition in Entscheidungsprozessen verdrängt, ist die Katastrophe vorprogrammiert.
Deshalb ist es unumgänglich, ECM, CRM und BPM mit einer Business Architecture zu konsolidieren und Wissensarbeiter mit einer einzigen, konsolidierten Kundenansicht auszustatten. Zudem lässt die Ermächtigung dieser Wissensarbeiter sie die Dinge erledigen, die für ein für den Kunden bestmögliches Prozessergebnis nötig sind und Voraussetzung für den Unternehmenserfolg und Wachstum.