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ISIS Papyrus schließt erfolgreiches Forschungsprojekt mit der Universität Wien ab

In neue Funktion, Nutzen, Produkt, Report, Weißbuch, Wissen on 20/10/2017 at 14:54

Das gemeinsame Forschungsprojekt von ISIS Papyrus und der Universität Wien, CACAO (Consistency Checking, Recommendations, and Visual Modeling for ad hoc Changes by Knowledge Workers in Adaptive Case Management) wurde kürzlich erfolgreich abgeschlossen. Wie bereits in der ISIS Times berichtet, lag der Schwerpunkt dieses mehrjährigen Projekts auf Adaptive Case Management (ACM) Forschungsthemen, die sich auf die Konsistenz und Konformität von Geschäftsanwendungen für Fachbereichsanwender in hochadaptiven Anwendungsumgebungen beziehen.

Christoph Ruhsam, Leiter der ISIS Papyrus Academy, fasst die Forschungsergebnisse wie folgt zusammen:

  • Automatische Erkennung von strukturellen Inkonsistenzen in ACM-Geschäftsmodellen
    ACM-Fälle können vordefinierte Prozess-Fragmente einbinden, die eine konsistente Ausführung zur Laufzeit gewährleisten sollen.

    Model Consistency.png

    ACM-Modell Konsistenzprüfung

    Es wurde ein Modellprüfungsalgorithmus entwickelt, der es erlaubt Inkonsistenzen wie oben dargestellt bereits während des Definitionszykluses zu erkennen und zu beheben, lange bevor es zu einer Freigabe für die Produktion kommt.

  • Implementierung einer Muster-basierten Sprache zur Definition und automatischen Ausführung von Konformitätsregeln für ACM-Modelle
    Die Implementierung stellt einen natürlichsprachigen Konformitätsregeleditor für den Geschäftsadministrator zur Verfügung, der die Begriffen aus dem fachspezifischen Geschäftsvokabular (ontologiebasierte Compliance-Regeln) verwendet.

    Business Ontology.png

    Editor für Geschäftsvokabular (Ontology)

    Mit diesem Ansatz kann das System sowohl reaktive als auch proaktive Hilfe bieten, wobei sowohl die Konformitätsregeln als auch die in der Vergangenheit getroffenen Entscheidungen der Fachbereichsanwender berücksichtigt werden, um die User Experience der Benutzer zu verbessern. Damit werden die Voraussetzungen für neue ACM-basierte Geschäftsanwendungen geschaffen, die in der Lage sind, die Bedürfnisse von Geschäftsanwendern bei der Umsetzung von qualitativ hochwertigem, kundenorientiertem Service effektiv zu erfüllen.

    Compliance Rule Editor

    Natürlichsprachiger Konformitätsregeleditor (Compliance Rules)

    Die Konformität des Geschäftsvorfalles wird ständig geprüft und dem Fachanwender durch das Compliance checking log im User Interface der Geschäftsanwendung gezeigt.

    ACM Business User Interface

    ACM User Interface mit Konformitätslog

  • Laufzeit-Empfehlungsalgorithmen für Geschäftsanwender zur Unterstützung und Gewährleistung der Geschäftskonformität während einer hochflexiblen ACM-Fallausführung
    Die oben erwähnten Konformitätsregeln wurden mit der Machine Learning (ML) Technology des Papyrus User Trained Agent (UTA) integriert, um dem Benutzer Empfehlungen für die besten nächsten Schritte in einem bestimmten Geschäftskontext unter Einhaltung definierter Geschäftsregeln zu geben.

Die Projektergebnisse des CACAO-Projektes wurden von Prof. Uwe Zduns Team (Projektleiter und Leiter der Software Architecture Research Group an der Universität Wien) und ISIS Papyrus auf einer Reihe von Fachkonferenzen vorgestellt, die in 12 wissenschaftlichen Beiträgen veröffentlicht wurden, sowie als  Beitrag zum neuen Buch „Intelligent Adaptability with BPM” in der Reihe „BPM Excellence in Practice“ der Workflow Management Coalition. Wissenschaftliches Software-Engineering wurde mit mathematischen Algorithmen auf reale Situationen angewandt und deren Relevanz und Effektivität mit gemeinsamen Industrieforschungspartnern wie „die Mobiliar“ evaluiert (Ergebnisse sind im Springer-Buch „Business Process Management Cases“ verfügbar). Alle Publikationen stehen auf der ISIS Papyrus Website unter Academic Research zum Download bereit.

Moderne Geschäftsanwendungen können nicht die klassischen Methoden des Prozessdesigns verwenden, da sie halb- oder unstrukturierter Abläufe wie typische Kundenkommunikationen ermöglichen müssen. Die Prototyp-Implementierung mit der Papyrus Business Communication and Process Platform hat bewiesen, dass derartige Geschäftsabläufe mit einem rein deklarativen Ansatz definiert werden können, der den Anwendern die nötige Flexibilität gibt, sich auf das Kundenerlebnis (Customer Experience) zu konzentrieren und gleichzeitig die unternehmensinternen Vorschriften sowie externen Konformitätskriterien einzuhalten. Durch diesen Ansatz können Unternehmen die Customer Experience deutlich verbessern und und gleichzeitig Konformitätsanforderungen erfüllen. Weitere Informationen finden Sie unter Building Business Solutions using Adaptive Case Management.

Aus diesem Grund hat ISIS Papyrus kürzlich Papyrus Converse – die neue Low-Code-Plattform für Geschäftsanwender mit Fokus auf Customer Experience (Outcome) und Effizienz (Prozesse) – angekündigt, die die Bereitstellung neuer Business-Services erheblich beschleunigen wird, indem sie branchen- und unternehmensspezifische Geschäftsterminologie (Ontology) und Business Rules (Compliance, Konformität) nutzt, um Unternehmen bei der Innovation und der Bereitstellung von Dienstleistungen ohne vorgeschriebene Prozessabläufe in einer durch Konversation geführten Interaktion zu unterstützen. Beachten Sie auch unsere kommenden Berichte zu dem Thema und bleiben Sie dran.

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Weißbuch Adaptives Case Management

In Weißbuch on 16/09/2010 at 09:26

ISIS Papyrus und AIIM präsentieren gemeinsam ein neues Weißbuch über Adaptives Case Management (ACM), welches vermutlich als erstes seiner Art dieses Thema derart umfangreich auslotet.

Wir hatten Gelegenheit, mit einem der ersten Leser dieses eindrucksvollen Dokuments, dem Prozessverantwortlichen eines großen Finanzinstituts, zu sprechen und ließen uns seine Eindrücke wie folgt schildern: „Das ist ein wirklich nützliches Dokument. Wir waren ziemlich beeindruckt von dem praktischen Ansatz, der zeigt, in welchem Kontext ACM anwendbar ist und was man in einer Anwendung damit tatsächlich erreichen kann.

Bisher haben wir ACM als etwas rein Theoretisches betrachtet oder als einen neuen Trend, um den Umsatz von Herstellern zu steigern und wir konnten keinen praktischen Nutzen für unser tägliches Geschäft ableiten. Jetzt lassen sich aber auf einmal ganz neue Zusammenhänge herstellen mit unseren Bestrebungen, ein optimales Kundenservice zu bieten und alles wirkt vollkommen plausibel.

Zum ersten Mal habe ich auch verstanden, welche Rigidität in manchen unserer Prozesse steckt, die wir mit Hilfe unseres BPM-Tools mühsam und langwierig definiert haben und wie Case Management uns aus dieser Zwangsjacke befreien kann. Es erlaubt uns nämlich, alle kundenbezogene Kommunikation über Abteilungsgrenzen hinweg und sogar mit externen Partnern auszutauschen, etwas was für uns so nicht möglich schien oder nur unter großem Aufwand und mit erheblichen manuellen Interventionen vorstellbar war.

Es war auch wichtig zu sehen, dass man nicht alleine ist mit den Schwierigkeiten, Daten aus vielen verschiedenen Quellen in einem kollaborativen Umfeld zu managen. Hoffentlich gibt es bald noch mehr einschlägige Informationen zu diesem Thema, wenn Unternehmen anfangen nachzudenken, wie sie mit ihrem sensibelsten Kapital umgehen, den Daten ihrer Kunden und was diese bereit sind über alle Input-Channels von sich preiszugeben.“

Um eigene Einblicke über ACM zu gewinnen und verschiedene Ansätze zu Problemen und Lösungsmöglichkeiten beim dynamischen Management von Ausnahmen oder Ad-hoc-Prozessen kennenzulernen, steht dieses wegweisende Dokument auf der ISIS Papyrus Website zum Download bereit.